+++ Tote in München, Stadt unter Schock: Blumen, Kerzen und Notizen+++

Julian Ovidiu
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Der Todesschütze von München war nach polizeilichen Erkenntnissen ein 18-jähriger Einzeltäter ohne terroristischen Hintergrund: Der Deutsch-Iraner, der am Freitagabend zunächst neun Menschen und sich dann selbst erschossen hatte, habe sich intensiv mit dem Thema Amoklauf beschäftigt, sagte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä am Samstag. Bei den Opfern des Angriffs handelte es sich zu einem großen Teil um Menschen ausländischer Herkunft.

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Julian Ovidiu Foto: Julian Ovidiu. Besuch Bundesinnenminister Thomas de Maiziere CDU

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sprach sich dafür aus, die Einsatzkonzepte der Polizei noch einmal unter die Lupe zu nehmen, das wird sicher jetzt noch einmal überprüft werden müssen, sagte der CDU Politiker am Samstagabend in der ARD. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte in der Welt am Sonntag, dass wir in extremen Situationen wie Terroranschlägen „auch in Deutschland auf die Bundeswehr zugreifen können.

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Nach der Bluttat von München hat die Polizei keine Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund des Täters. Es gebe hingegen Erkenntnisse über eine Beschäftigung des 18-Jährigen mit dem Thema Amoklauf, sagte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä am Samstag. Dies habe die Durchsuchung der Wohnung des 18-jährigen Deutsch-Iraners ergeben. Es sei dort viel Material über Amokläufe gefunden worden, aber keine Bezüge zu Islamisten. Zudem habe sich der Täter offenbar in ärztlicher oder psychiatrischer Behandlung in Zusammenhang mit einer Depression befunden. Dies passe auch in das Bild eines Amoklaufes.

 

Die dpa meldet, den Ermittlern lägen keine Details zu den möglichen Erkrankungen vor. Das sei ein erster Zuruf gewesen, den sie bekommen hätten. Aber das muss alles in Ruhe aufgeklärt werden, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus Koch. Die Bundesanwaltschaft, die bei Staatsschutz-Delikten ermittelt, habe daher die Übernahme des Falles abgelehnt. Der Einzeltäter hatte demnach keinen Bezug zur Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS).

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© AgenturppF und Julian Ovidiu

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