Hunderttausende feiern den CSD 2017 in Berlin

 

 

Foto: Alexander Pohl Foto: Alexander Pohl

 

Auf Berlins Straßen haben sich dieses Jahr wieder unzählige Menschen zusammengetroffen, um den Christopher Street Day zu feiern. Verschiedenste politische und LGBTIAQ Gruppen sowie einige Unternehmen nahmen an der politischen Parade teil. Darunter einige berühmte Politiker wie Cem Özdemir oder Volker Beck (beide Grüne).

 

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Der Name Christopher Street Day kommt von dem berühmten Aufstand, der in der New Yorker Christopher Street 1969 stattfand. International ist es auch als Stonewall bekannt. Diese Ausschreitungen waren der Beginn der queeren Bürgerrechtsbewegung. Die Unruhen fanden nach einer Razzia in der Szenebar „Stonewall Inn“ statt. Besonders viele Schwule waren wegen der Beerdigung von Judy Garland in New York gewesen. Erst nach fünf Tagen beruhigte sich die Lage in New Yorks LGBTIAQ-Viertel.

 

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Von den sehr vielen Wägen wurde laute Musik gespielt, wozu die Massen tanzten. Zwischen den LKWs liefen einige Fußgruppen. Viele Aktivistinnen und Aktivisten hatten bunte Schilder oder eine bunte Verkleidung sowie eine Regenbogenflagge mitgebracht. Den Spaß an der CSD-Party beendeten sehr starke Regenfälle, welche dazu führten, dass das Publikum, welches sich die Politparade ansah und feierte, ging. Trotzdem blieben die Aktivistinnen und Aktivisten und feierten weiter.

 

Linke Gruppen äußern Kritik, weil sie den CSD für zu unpolitisch halten. Ihrer Meinung nach findet auch ein „Regenbogenimperialismus“ statt, da sehr viele Konzerne wie Vivantes oder Google einen eigenen LKW hatten. Von dort aus wurde wie von den übrigen LKWs laute Musik, wozu viele Leute auf und neben dem Wagen tanzten.

 

Außerdem wird kritisiert, dass die amerikanische Botschaft mit einem Block mitmachte. Die Aktivistinnen und Aktivisten kritisieren in diesem Zusammenhang vor allem den homophoben US-Präsidenten Donald Trump. Vor allem jüdische und israelische Gruppen aus Berlin kritisieren die Teilnahme der israelischen Botschaft, die beispielsweise die israelische Fahne in Regenbogenfarben und „I love Israel“-Sticker verteilte. Der israelischen Regierung werfen sie Pinkwashing vor.

 

Pinkwashing bedeutet die Schönfärberei in Sachen LGBTIAQ-Rechten. Speziell auf den Fall Israels bezogen, werfen die Aktivistinnen und Aktivisten vor, dass Israel ein homophober Staat sei, was sich besonders an der Regierung widerspiegele. Trotzdem präge Israel das Image des weltoffenen und in Sachen LGBTIAQ toleranten Landes. Proisraelische Gruppen halten diese Kritik für antisemitisch."

 

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© AgenturppF und Julian Ovidiu

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