Sigmar Gabriel wirbt für starkes Europa in der Welt

 

 

Foto: Julian Ovidiu Foto: Julian Ovidiu

 

Sigmar Gabriel, Bundesaußenminister, spricht auf der 54. Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof. Zu der dreitägigen Veranstaltung werden mehr als 500 Gäste, darunter Staats- und Regierungschefs, erwartet. Sigmar Gabriel, Bundesaußenminister, spricht auf der 54. Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof. Zu der dreitägigen Veranstaltung werden mehr als 500 Gäste, darunter Staats- und Regierungschefs, erwartet. 

 

Der Einfluss Chinas in der Welt wächst dramatisch, die USA sind dagegen auf dem Rückzug. Für Europa bedeutet das aus Sicht von Außenminister Gabriel die Notwendigkeit, sich deutlich stärker zu engagieren. War das seine letzte große Rede als Außenminister?

 

Foto: Julian Ovidiu Foto: Julian Ovidiu

 

München Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat sich eindringlich für eine stärkere Rolle Europas in der Welt ausgesprochen. "Europa braucht auch eine gemeinsame Machtprojektion in der Welt", sagte er auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Dazu gehöre auch die Bereitschaft, sich militärisch zu engagieren. Als einziger Vegetarier werden wir es in der Welt der Fleischfresser verdammt schwer haben.

 

Foto: Julian Ovidiu Foto: Julian Ovidiu

 

Verschiebung der Weltordnung, Gabriel begründete seine Forderung vor allem mit einer abnehmendem Rolle der USA in der Welt und einem Erstarken Chinas. Es finde gerade eine "Verschiebung der Weltordnung mit unabsehbaren Konsequenzen" statt. Gabriel beklagte die Unsicherheit, die auf Seiten der USA seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump entstanden sei. "Wir sind uns nicht mehr sicher, ob wir unser Amerika noch wiedererkennen", sagte er.

 

Gleichzeitig spiele China eine immer größere Rolle in der Welt. "Mit dem Aufstieg Chinas werden sich die Gewichte in der Welt massiv verschieben", sagte Gabriel. Die "Systemalternative", die China anstrebe, entspreche aber nicht den westlichen Vorstellungen von einer liberalen Weltordnung. "Wo aber die Architektur der liberalen Ordnung bröckelt, werden andere beginnen, ihre Pfeiler in das Gebäude der liberalen Welt einzuziehen, und auf Dauer wird sich dabei das gesamte Gebäude verändern", sagte der Außenminister, der nur noch geschäftsführend im Amt ist. 

 

Forderung nach europäischen Initiativen. Daraus ergibt sich für Gabriel die Notwendigkeit eines stärkeren und vor allem geschlossenen Europas. Für uns Europäer muss klar sein, um in einer Welt von morgen unsere Werte, unseren Wohlstand, unsere Sicherheit zu behaupten, müssen wir zusammenstehen. Die Europäische Union dürfe sich auch nicht durch andere auseinanderdividieren lassen. "Niemand sollte versuchen, die Europäische Union zu spalten: nicht China, nicht.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© AgenturppF und Julian Ovidiu

E-Mail

Anfahrt