Der Film "Fannys Reise" gewinnt den Fritz-Gerlich-Preis 2016 in München

Julian Ovidiu
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Große Preis ist mit 10.000 Euro dotierten Fritz-Gerlich-Preis für Menschenwürde und Zivilcourage zeichnet die Tellux Beteiligungsgesellschaft mbH einen zeitgenössischen Spiel oder Dokumentarfilm aus, der in couragierter Weise ein Thema aufgreift, das publizistischen Niederschlag gefunden hat.

Julian Ovidiu
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In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Lola Doillons Drama Fannys Reise. Fanny ist ein jüdisches Mädchen, das 1943 in einem französischen Waisenhaus lebt. Als sie und ihre Freunde dort vor den Nazis nicht mehr sicher sind, fliehen sie in die Schweiz. Als ihr Fluchthelfer plötzlich verschwindet, muss Fanny nicht nur sich, sondern auch die anderen Kinder über die Berge bringen.

 

Fannys Reise ist ein bewegendes historisches Drama, das emotional und spannend die Fluchtgeschichte einer Gruppe von jüdischen französischen Kindern im Jahr 1943 erzählt. Wenn die 13-jährige Fanny erzwungenermaßen die ganze Last der Verantwortung übernehmen muss, entwickelt der Film seine große emotionale Kraft und macht die Bedrohung nahezu physisch spürbar. Fanny übernimmt die Verantwortung für andere zu einem Zeitpunkt, an dem sie noch viel zu jung für eine so große Aufgabe ist; stetig und rasch aber wächst sie über sich hinaus bis sie ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt, um das noch im Niemandsland zurückgebliebene kleinste Kind der Gruppe zu retten.

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Glaubwürdig und empathisch spricht der Film damit zentrale Werte an Mut, Solidarität, Überlebenswille, Über-sich-Hinauswachsen, den Einsatz für andere Werte, die auch für die Kriterien des Fritz-Gerlich-Preises relevant sind, begründet die Jury unter dem Vorsitz von Peter Hasenberg, Filmbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz, ihre Entscheidung.

 

Die Verleihung des Fritz-Gerlich-Preises fand heute Abend am Rande des Filmfest München im Hubertussaal des Schloss Nymphenburg statt. Überreicht wurde der Preis von Kardinal Reinhard Marx, die Laudatio hielt Veronica Ferres.

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© AgenturppF und Julian Ovidiu

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