153.000 Menschen feiern gemeinsam den CSD am 15.Juli 2017 in München

 

Foto: Julian Ovidiu Foto: Julian Ovidiu
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Das Straßenfest, Am Marienplatz und Rindermarkt wurde es bunt, Politparade. 118 buntgeschmückte Wagen und Fußgruppen, Ein Fest für alle, wegen der Ehe für alle. Dragqueens in Paillettenkleidern, nackte Hintern, laute Techno Musik und Regenbogenfahnen. Der Christopher Street Day CSD ist in deutschen Städten traditionell eine große Party, auch am Samstag in München. Dabei wird oft übersehen, dass der Zug immer auch eine Demo ist, die Party auch eine Politparade. Auch jetzt, da ein paar Kämpfe schon gewonnen sind.

 

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Ausgekämpft wird es noch lange nicht sein, sagt Patrick Slapal. Erst, wenn alle begriffen haben, dass wir gleich sind. Anfang Juni hat er den bayerischen Landesverband der LSU gegründet, der Lesben und Schwulen in der Union. Slapal hat prominente Unterstützer wie den Chef des Bundes der Vertriebenen, Bernd Fabritius.

 

Mehrere Tausend Teilnehmer in München auf dem CSD demonstrierten unterdessen, dass sie gesellschaftlich und politisch schon einiges erreicht haben. Seit 1980 zeigen auch in München Menschen beim CSD Flagge für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bi und Transsexuellen. Der überschaubare Demonstrationszug der Anfangsjahre hat sich zu einer Großveranstaltung entwickelt, Fast 118 Gruppen beteiligten sich heuer.

 

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Die Phantasie- und Fetisch-Kostüme gehören auch dazu, sie ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, die Veranstalter gehen von rund 153. 000 Teilnehmern aus. Der CSD 2017 eine friedliches Event, Trotz des Mottos, sagt CSD Sprecherin Rita Braatz. Gleiche Rechte. Gegen Rechts, heißt es. Die Polizei rechnete nicht mit Vorfällen in Zusammenhang mit Anhängern rechter Gruppen, auch sie geht wie in den Jahren zuvor von einer friedlichen Veranstaltung aus.

 

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich lasst euch nicht von irgendwelchen Rechten oder Homo-Hassern provozieren, ruft Thomas Niederbühl, politischer Sprecher des CSD München, dennoch über den Marienplatz bei der Eröffnung von der Bühne. Auch das ist einer der Kämpfe, den die Community noch vor sich sieht. Der Zulauf zu rechten Parteien und Organisationen macht ihnen Sorgen und die dort herrschende Diskriminierung ihrer Mitglieder.

 

Ausgefochten ist aus Sicht von CSD Sprecherin Braatz auch die Debatte um die Asylpolitik noch nicht. Abschiebungen von Lesben und Schwulen in Länder, in denen ihnen Verfolgung droht, müssten aufhören, sagt sie. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, steht ein paar Meter von ihr entfernt auf einem großen Transparent am Münchner Rathausturm, es zitiert die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Ein Plakat hoch oben über der Party, zur Feier und Mahnung zugleich.

 

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© AgenturppF und Julian Ovidiu

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